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Vom Plattenhersteller zum Industrielieferant


1941  
l Gütersloh wird im 2. Welkrieg zum Ziel von Bombenangriffen der Alliierten.
1945      Auch die Ruhenstrother Werkanlagen sind betroffen und werden teilweisezerstört.

1946   l Nach dem Ende des 2. Weltkriegs beginnt der Wiederaufbau.
1947   
  Bereits 1947 läuft in allen Werksteilen die Produktion wieder.
              Zu diesem Zeitpunkt beginnen die Planungen und der Aufbau einer Türenfertigung.

1948   l Im Werk an der Friedrich-Ebert-Straße beginnt die Türenfertigung.

1949   l Die ersten Spanplatten werden in Gütersloh hergestellt. In Versmold entsteht
              ein Zweigwerk für die Weiterveredelung von Holzwerkstoffen.

1955   l Willy Ruhenstroth zieht sich nach fast 65 Jahren unternehmerischen Wirkens
              aus der Geschäftsführung zurück.

              Ein Direktorium übernimmt die Spitze der Firma, welche ab 1959 offiziell unter dem
              Namen „WIRUS-WERKE W. Ruhenstroth GmbH“ geführt wird.

              Willy Ruhenstroth stirbt 1957 im Alter von 84 Jahren.

1960   l Aufnahme der Produktion melaminharzbeschichteter Holzwerkstoffplatten.

1968   l Errichtung eines neuen Spanplattenwerkes am Stadtrand von Gütersloh
              (heutiges Werk II).

1969   l Die ersten montagefertigen Möbelteile aus beschichteten Spanplatten verlassen
              werden gefertigt.

              Auf der Grundlage eines langfristigen Liefervertrags mit der Hibernia AG wird
              WIRUS zum Grubenholzlieferante der Ruhrkohle AG.

1970   l Die unrentabel gewordene Herstellung von Sperrholzplatten wird aufgegeben.
              Dafür erfolgt der Ausbau der Türenfertigung.

              Produktionsschwerpunkte sind nun Rohspanplatten, beschichtete Spanplatten,
              Fertigteile für die Möbelindustrie sowie einbaufertige Türen und Zargen. Auch
              nach der Sortimentsbereinigung gehört WIRUS weiter zu den größten Unternehmen
              für Holzbearbeitung in der damaligen bundesrepublik Deutschland.

              Die Veba-Chemie AG erwirbt die bis dahin von der Hibernia gehaltene Beteiligung
              an WIRUS. Die übrigen 50% des Stammkapitals liegen unverändert bei der Familien-
              gruppe Ruhenstroth.

1979   l Es erfolgt eine Ausweitung des Sortiments. Als weiteres Produkt werden
              Kunststofffenster in das Fertigungsprogramm aufgenommen.

              WIRUS beschäftigt insgesamt 1.300 Mitarbeiter und erzielt einen Jahresumsatz
              von 200 Mio. DM.

1980   l Im Werk Versmold wird eine zweite Anlage zur Zargenmontage in Betrieb genommen.

1981   l Die Produktion von Kunststofffenstern wird durch die Errichtung einer
              rechnergesteuerten Montagestraße gesteigert.

              WIRUS erzielt einen Jahresumsatz von über 250 Mio. DM.

1984   l Die Beschichtung von Holzwerkstoffen wir ausgebaut - im Beschichtungswerk wird
              eine 4. Pressanlage in Betrieb genommen.

1985   l Die Veba Oel AG reduziert ihre Beteiligung an WIRUS auf 25% des Stammkapitals.
              Die Anteile werden von der AGAB AG für Anlagen und Beteiligungen, Frankfurt
              am Main, übernommen.

1986   l Die Produktion von Hartfaserplatten wird eingestellt. Die Anlagen werden nach
              Pakisten verkauft. Das frei werdende Gebäude wird für eine erneute Erweiterung des
              Beschichtungswerkes genutzt.

1988   l  Mit der Stadt Gütersloh wird eine Vereinbarung zum Erwerb eines Industriegrundstücks
              und eine Teilverlagerung des Standortes getroffen.

              Die heutig Pfleiderer AG erwirbt die Mehrheitsbeteiligung - die Veba Oel AG und die
              AGAB AG scheiden als Gesellschafter aus.

              Die Bauelementefertigung - Türen und Zargen - wird verselbständigt.